Brühl, Deutschland Open 2 months

Straßen, Wege, Plätze

Sehr geehrte Damen und Herren, ich letzter Zeit mehren sich Berichte über Verletzte Wildtiere, die Opfer nicht angeleinter Hunde wurden. Wie zuletzt, als ein nicht angeleinter Hund ein Rehkitz am Otto-Maigler-See fast tot biss (KSTA, 17.07.2021). Ich bin der Meinung, dass Hunde – egal wie gut sie auf ihre Besitzer hören – auch im Wald bzw. im Bereich der Brühler Seen an die Leine gehören, um solche Gefahrensituationen zu verhindern. Es scheint offenkundig nur mit eingezäunten Hundeplätzen zu funktionieren. Meine Frau und ich sind auch Hundebesitzer. Selbst unser Hund wurde bereits zweimal in den letzten drei Monaten von ein und demselben Hund – natürlich nicht angeleint – attackiert. Folge: Unser Hund reagiert bei nicht angeleinten Hunden mittlerweile aggressiv, da er Angst bekommt. Angeleinte Hunde sind bekanntlich dann in einer schwächeren Position, wenn sie nicht flüchten können. Für uns ist es mittlerweile ein Spießrutenlauf, bei dem wir - soweit möglich - eher die Straßenseite wechseln, um Stress-Situationen zu vermeiden. Solche Probleme hatten wir mit unserem Hund vorher nicht. Vermutlich müssen wir jetzt Geld für eine Hundeschule ausgeben, um unserem Hund die Angst abzugewöhnen. Was für eine verkehrte Welt. An die Vernunft der Hundebesitzer zu appellieren reicht in dieser Zeit nicht mehr aus, was nicht zuletzt auch die stetige Zunahme der Hundekothaufen aufzeigt. Zudem wird auch die Stimmung beim Hundespaziergang immer aggressiver, Tendenz steigend. Die Stadt sollte hier handeln, um Wildtiere, aber auch andere Hunde zu schützen. Es braucht offenkundig mehr Kontrollen und eine klare Anleinpflicht. Auch Konsequenzen (Geldstrafen!) müssen spürbarer werden, da sich die Situation ansonsten in die falsche Richtung weiterentwickelt. Gerne höre ich von Ihnen und verbleibe mit freundlichen Grüßen Marco Dresbach-Runkel